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Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.eu (einfach anklicken).

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Wer trägt denn überhaupt die Kosten für eine stationäre Schmerztherapie (stationäre Rehabilitation) in dieser Klinik und in welchem Falle bezahlt die Krankenkasse oder die Rentenversicherung? 
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  • Sozialgericht stärkt die Rechte von Schmerzpatienten. Danach hat ein Schmerzpatient das Recht in einer schmerztherapeutischen Klinik behandelt zu werden, er muß also nicht irgendeine der sonst üblicherweise angebotenen Rehabilitationen akzeptieren sondern kann unter Hinweis auf das Urteil gleich Widerspruch einlegen. Hier gelangen Sie zu dem Urteil (dieses gilt sinngemäß natürlich nicht nur für die Rentenversicherungen sondern auch für Krankenkassen), das mittlerweile rechtskräftig ist. Pressemitteilung dazu: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051207009&phrase=schmerzklinik

    Mittlerweile gibt es zu diesem Thema ein weiteres Urteil, diesmal sogar vom Landessozialgericht Hamburg. Danach hat ein Schmerzpatient auch Anspruch auf moderne Blockadetechniken mit eingepflanztem Katheter. Der Hintergrund war der, daß eine Rentenversicherung einen Patienten in eine Reha-Klinik schicken wollte, in der der Leitende Arzt zwar die Zusatzausbildung "Spezielle Schmerztherapie" besitzt, aber die modernen, kontinuierlichen Schmerzausschaltungstechniken nicht durchgeführt werden (können). Hier gelangen Sie zu diesem Urteil (einfach anklicken).

 

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Internationale (englischsprachige) Themen: Complex Regional Pain Syndrome (www.complex-regional-pain-syndrome.de),  Face Pain (www.face-pain.com) low back pain (www.low-back-pain.net), Prosopalgia (www.prosopalgia.de),

 

Die wichtigsten Schmerzthemen zusammengefaßt:

Arthritis: http://www.arthritis-information.de Arthrose: http://www.1-arthrose.de  Armschmerzen: http://www.armschmerz.com  Atypische Gesichtsschmerzen: http://www.atypischer-gesichtsschmerz.de  Bandscheibenvorfall: http://www.bandscheibenvorfall.biz  Beinschmerzen: http://www.beinschmerz.com Borreliose: http://www.bor-reliose.de   Cluster-Kopfschmerz: http://www.cluster-kopfschmerz.org  Durchblutungsstörung: http://www.durchblutungs-stoerung.de Dorsalgie: http://www.dorsalgie.com  Fibromyalgie: http://www.fibromyalgie.at  Fibromyalgiesyndrom: http://www.fibromyalgiesyndrom.eu   Gelenkschmerzen: http://www.gelenksschmerzen.de  Gesichtsschmerz: http://www.gesichtsschmerzen.de   Gliederschmerzen: http://www.gliederschmerzen.com  Gürtelrose: http://www.guertelrose.co.uk   Herpes zoster: http://www.herpes-zoster.eu  Hörsturz: http://www.gehoersturz.org  Hüftschmerzen: http://www.xn--hftschmerz-9db.de  Ischias: http://www.ischias.co.uk  Kopfschmerzen: http://www.kopfschmerz.co.uk  Kreuzschmerz: http://www.kreuzschmerz.org  Leistenschmerzen: http://www.leistenschmerz.de    Lumbalgie: http://www.lumbalgie.de  Lumboischialgie: http://www.lumboischialgie.eu  Migräne: http://www.1-migraene.de  Muskelschmerzen: http://www.muskelschmerz.net  Nervenschmerzen: http://www.nervenschmerz.de Neuralgie: http://www.neuralgie.com  Neuritis: http://www.neuritis.net  Neuropathie: http://www.neuropathie.org  Osteomyelitis: http://www.osteo-myelitis.de  Schleudertrauma: http://www.schleudertrauma.li  Polyneuropathie: http://www.polyneuropathie.com  Postzosterische Neuralgie: http://www.postzosterische-neuralgie.com  Rückenschmerzen: http://www.xn--rckenschmerz-dlb.com  Schlaganfall: http://www.hemialgie.de (Hemialgesie Schulterschmerzen: http://www.schulterschmerz.com   Spannungskopfschmerzen: http://www.spannungskopfschmerz.de   Spinalkanalstenose: http://www.spinalkanal-stenose.de  Steißbeinschmerzen: http://www.kokzygodynie.de  Thalamusschmerzen: http://www.thalamusschmerz.de Tinnitus: http://www.tin-nitus.de  Zephalgie: http://www.cephalgie.com

 

Links zu empfehlenswerten Einrichtungen:

Schmerzklinik (1): www.schmerzklinik-1a.de, Schmerzklinik (2): www.schmerzklinik-1.de
Schmerzklinik (3): www.schmerzklinik.biz
www.norderney-insel-hotel.de/norderney-hotel
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CHRONISCHES REGIONALES SCHMERZSYNDROM

Der Begriff "chronisches regionales Schmerzsyndrom" ist keine korrekte Diagnose sondern entspringt eher der medizinischen "Umgangssprache". Es handelt sich bei dem Ausdruck "chronisches regionales Schmerzsyndrom" um einen Oberbegriff für zwei definierte Schmerzkrankheiten, die in der Regel länger als drei Monate anhalten, so daß damit auch die Zuordnung "ch ronisch" gerechtfertigt ist.

Die beiden Schmerzerkrankungen sind:

  1. Kom plexes regionales Schmerzsyndrom Typ II (abgekürzt: CRP S Typ II), früher als Ka usalgie bezeichnet.

  2. Kom plexes regionales Schmerzsyndrom Typ I (abgekürzt: CRP S Typ I), früher als Mor bus Sud eck bezeichnet.
     

Zu den einzelnen Schmerzsyndrome n:

1. Nach jeder Nervenverletzung kann es zu einem Nervenschmerz bzw. zu einer Kausalg ie kommen. Das Krankheitsbild ist charakterisiert durch einen qualvollen, glühenden Brennschmerz der betroffenen Gliedmaße, auslösbar oder verstärkt schon durch leiseste Berührung (Allodynie) ((evtl. auch entfernter Körperstellen (Synästhesalg ie)), durch optische oder akustische Reize, Trockenheit (Xerosalg ie), Wärme, Affekte oder bloße Schmerz vorstellung (Sympsychalg ie). Meist bestehen ferner Störungen der Durchblutung und der Hauttrophik (= Ernährungs-/Wachstumszustand der Haut).
Die Schmerzauslösung schon durch geringe Berührung läßt an Triggermechanismen wie bei einer Neuralgie denken. Die Ausbreitung der Schmerzen ist aber unabhängig vom Innervationsgebiet
(= Versorgungsgebiet eines Nerven), erfolgt evtl. auch auf die gegenseitige Gliedmaße (Alloparalg ie).

Nicht selten wird die Kausalg ie (fälschlicherweise) als Neuralgie bezeichnet.

Charakteristika für der Vorliegen eines kom plexen regiona len Schmerzsynd roms Ty p II *:

  1. Schädigung eines Nervenstammes infolge einer vorangegangenen Verletzung
  2. Ständige, b rennende Schmerzen
  3. Schmerzüberempfindlichkeit der Haut gegenüber mechanischen Reizen  ((Hyperalgesie bis hin zu Allodynie (= Berührungsschmerzen))
  4. Die Schmerzen sind nicht obligatorisch auf das Versorgungsgebiet des geschädigten Nerven begrenzt
  5. Die regionalen Schmerzen gehen mit Störungen der Durchblutung und der Schweißsekretion einher. Es können auch Ödeme (= Schwellungen) auftreten

Medikamentöse Schmerztherapie:
Akut (= plötzlich einsetzend, heftig) und subakut (= eher schleichend verlaufend) können zunächst (vorwiegend) peripher wirkende Analgetika (= Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken) eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale Antirheumatika (= Rheuma mittel), aus dieser Gruppe möglichst lang wirkende und magen schonende wie z.B. Meloxicam. Besonders magenschonend und auch entzündungshemmend sind die sog. COX-2 Inhibitoren, z.B. Parecoxib oder Etoricoxib, allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib und Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon andere Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Manchmal sind aber die Schmerzzustände nur mit zentralwirkenden Analgetika
(z.B. Tramadol, Tilidin, bzw. Tilidin mit Naloxon oder auch Mophin) (= im Gehirn bzw. Rücken mark wirkende Schmerzmittel) beherrschbar. 
Sehr hilfreich ist gegen ein chronisches regionales Schmerzsyndrom die Verordnung von Carbamazepin
(= ein Mittel zur Behandlung der Fallsucht, aber auch bei diesen Schmerzen wirksam). Gabapentin oder Pregabalin wirken aber oft besser, sind aber auch teurer.
Pyrimidinnukleotide, ein Salzgemisch aus Uridin-5'-triphosphat-Trinatriumsalz.2H2O, Uridin-5'-diphosphat-Dinatriumsalz und Uridin-5'-monophos-phat-Dinatriumsalz, wirken den Folgen einer Nervenschädigung entgegen und können deshalb bei
Kausalg ie versucht werden. 
Grundsätzlich sollte aber eine längerfristige Schmerzmittelverordnung wegen der Gefahr der Gewöhnung oder gar Schmerzmittelabhängigkeit vermieden werden. Die Kombination mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva
(= Mittel gegen Depression, aber auch bei chronischen Schmerzen wirksam) (z.B. Doxepin, Maprotilin) oder auch Neuroleptika hilft in vielen Fällen Analgetika (= Schmerzmittel) einzusparen.

Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel): 
Hilfreich sind wiederholte Nervenblockade n (= Betäubungen) mit einem lang wirkenden Betäubungsmittel, optimal kontinuierliche Nervenblockade n mit Katheter (*siehe unten).

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2. Auch der Mor bus Sudec k stellt ein chronisches regionales Schmerzsyndrom dar.

Zu diesem Schmerzsyndrom kann es nach jeder, auch geringer Arm- oder Bein verletzung kommen, häufiger auch nach Operationen, seltener sogar spontan (= von alleine, ohne erkennbare Ursache). Da diese Kran kheit aber nicht zwingend nach jeder Verle tzung auftritt, muß es eine individuelle Kran kheitsdisposition (= Anfälligkeit für eine Kran kheit) mit besonderer vegetativer (= das unwillkürliche Nervensystem betreffende) Labilität geben.

Die Pathogenese (= Entwicklung einer Kran kheit) dieser Schmerzerkrankung ist unbekannt.

Die Patienten klagen über einen diffusen, heftigen Brennschmerz, ähnlich wie bei einer Ka usalgie (= Schmerzen nach Nervenverletzung). Häufig besteht eine Hyperästhesie (= Sensibilitätsstörung als Überempfindlichkeit gegenüber allen örtlichen Reizen) bis hin zu Allodynie (= Berührungsschmerzen schon bei leichter, normalerweise nicht schmerzhafter Berührung). Aufgrund der Zirkulationsstörung sind die betroffenen Partien meist bläulich livide verfärbt und ödematös (= aufgequollen) verändert (siehe Abbildung). Häufig bemerken die Patienten eine erhöhte Schweißneigung im betroffenen Körperbereich. Beteiligte Gelenk e versteifen oft und führen so zu einer Behinderung. 

Beim Mor bus Sudec k liegt eine Al godystroph ie
(= schmerzhafte Organstörung) in ausgeprägter Form vor. 
Die Schmerzerkrankung beruht auf einer Zirkulationsstörung mit anschließender Bildung von schrumpfendem Bindegewebe und nachfolgenden bleibenden Funktionsstörungen. Die Art der Gewebsveränderungen läßt an eine lokal begrenzte vegetative Entgleisung denken (Debrunner 1988), es liegt eine lokale
(= örtliche) Stoffwechselstörung vor.

Der Schmerzkrankheit (chronisches regionales Schmerzsyndrom)läuft (meist) in drei Stadien ab:

1.    Akutes Stadium
Im Vordergrund stehen Schmerzen, auch in Ruhe, Schwellung infolge eines Ödems
(= krankhafte Flüssigkeitsansammlung) und hochgradige Funktionseinschränkung. Die Haut ist rötlich/bläulich verfärbt und teigig verändert sowie überwärmt.

2.    Dystrophisches (= durch Mangel- oder Fehlernährung bedingte Störungen und Veränderungen einzelner Körperteile betreffendes) Stadium
Das Gewebe atroph
iert (= schwindet, bildet sich zurück) und die Schwellung geht zurück. Schmerzen lassen nach und die Temperatur im betroffenen Körperbereich ist herabgesetzt.

3.    Stadium der Atrop hie
Knochen und Weichteile sind atroph
iert (= haben sich zurückgebildet), auch die Muskeln, beteiligte Gelenk kapseln sind geschrumpft. Es besteht eine deutliche Bewegung seinschränkung. Die Haut ist dünn, blaß, beteiligte Knochen sind entkalkt (Röntgenbild!).

Besonders gravierend ist ein Mor bus Sudec k im Bereich der Hand, weil er dort häufig zur Invalidität führt. Im Bereich der unteren Extremität (= Bein) tritt der Mor bus Sud eck bevorzugt im Bereich des Fuß es auf, selten Knie oder Hüfte.
 

Diagnostik:

  1. Typische Vorgeschichte (meist aber nicht zwingend) nach einer Verletzung oder auch nach einer Operation
  2. Körperliche Untersuchung - Inspektion (= Betrachtung des Patienten zur Feststellung des körperlichen Zustandes und eventueller krankhafter äußerer Veränderungen) und Palpation (= Tastuntersuchung der Körperoberfläche zur Beurteilung von Konsistenz, Elastizität, Beweglichkeit, Schmerz empfindlichkeit usw.)
  3. Bereits im Frühstadium kann eine Skelettszintigraphie einen Hinweis auf diese Er krankung geben.

  4. Röntgenuntersuchung - Auf dem Röntgenbild sieht man eine typische, fleckige, diffuse Knochenentkalkung ähnlich wie bei der Osteoporose (= Systemerk rankung des Skeletts mit Verminderung der Knochen masse). Nahezu zwingend ist der direkte Vergleich (gleicher Strahlengang) mit der gesunden Seite.

Behandlung:

1) Systemisch (= den Gesamtorganismus betreffende) medikamentöse Behandlung bei Mor bus Sudec k (chronisches regionales Schmerzsyndrom):

  • Im akuten Stadium ist Kortison hilfreich, so. z.B. Metylprednisolon über 4-5 Tage 80 mg, dann über 2 Wochen wieder ausschleichen. Zuvor muß allerdings eine "echte" En tzündung ausgeschlossen werden.
  • Trizyklische Antidepressiva (= Mittel gegen die Depression, u.a. aber auch bei  dieser Schmerzerkrankung hilfreich). Ganz wichtig ist, daß der Patient über eine solche Verordnung aufgeklärt werden muß, denn damit soll primär nicht seine Psyche behandelt werden, sondern diese Medikamente wirken auch schmerzlindernd, in dem sie den Serotonin (= ein Gewebshormon)/ Noradrenalin (= Hormon des Nebennierenmarks) Re-uptake (= Wiederaufnahme) hemmen und somit der Schmerzentstehung entgegenwirken und auch zu einer Schmerzdistanzierung führen. 
    Empfehlung: Amitriptylin und Clomipramin, bis zu 150 mg/Tag.
  • Bei Mor bus Sudec k können zur Schmerz bekämpfung eher Antiepileptika (= Mittel gegen die Fallsucht, u.a. aber auch bei bestimmten chronischen Schmerzen hilfreich) gegeben werden (Tremount-Lukats et al. 2000). Als wichtigste Medikamente aus dieser Gruppe gelten heute Gabapentin und Pregabalin). Die Aufdosierung kann relativ rasch erfolgen, je nach Toleranz).
  • Die generelle Empfehlung direkter Schmerzmittel ist schwierig, da die Ansprechbarkeit sehr individuell ist. Es sollte deshalb zuvor eine Analgetika austestung erfolgen. Meist kommt man aber um die Verordnung zentral (= im Gehirn / Rückenmark) wirkender Analgetika (= Schmerzmittel) nicht herum.
  • Auch die Gabe von Calcitonin (= ein Gewebshormon) soll günstig sein, die Studienlage hierzu ist aber nicht eindeutig und uns hat die Wirkung nicht überzeugen können. 
  • In der Literatur wird darüber hinaus die Gabe von Bisphosphonaten empfohlen (Varenna M, et al 2000). Medikamente aus dieser Gruppe werden u.a. auch zur Behandlung der Osteoporose verwendet.
  • Schließlich wäre noch Phenoxybenzamin zu nennen (Thoden 1987), wir haben aber bisher noch keinen eindeutigen positiven Effekt gesehen, dafür aber nicht unerhebliche Nebenwirkungen.

2) Lokale (= örtliche) medikamentöse Therapie:

  • Fettige DMSO (Dimethylsulfoxid) - Creme bzw. Gel, 4 mal /Tag aufgetragen (Zuurmond WW, 1996)

3) Spezielle Schmerztherapie / Therapeutische Lokalanästhesie

Die konsequente Anwendung der therapeutischen Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) führt beim Mor bus Sudec k zu beachtlichen Erfolgen. 
Für den Bereich der Arme hat sich die Blockade
(= Betäubung) des Ganglion stellatum (= eine vegetative Schaltstelle im seitlichen Halsbereich) bewährt, optimal in kontinuierlicher Form mit Katheter**. Die Stellatumblockade kann auch als GLOA (= ganglionäre Opioidanalgesie mit einem Opium-ähnlichen Medikament) durchgeführt werden, Nachteil dieser Methode ist aber, daß kaum ein durchblutungsfördernder Effekt eintritt.
Auch die kontinuierliche Blockade des Plexus brachialis mit Katheter** ist sehr hilfreich (und auch risikoärmer als Stellatumblockaden),
 zumal das Nerven geflecht des Arm es reich an vegetativen Fasern ist, so daß es neben der erwünschten Hemmung der Nozizeption (= Schmerzreizleitung) auch zu einer Steigerung der Durchblutung kommt und somit die gestörte Mikrozirkulation im Schmerz bereich optimiert wird.

Im Bereich der Beine (einschließlich Hüfte) kommen bei dieser Kran kheit ebenso kontinuierliche Blockadetechniken* zur Anwendung:

·       Hüfte: Kontinuierliche Blockade des P lexus lumbal is mittels N. femoralis Katheter*

·        Oberschenkel, Knie, vorderer Unterschenkel: Kontinuierliche Blockade des N. femoral is* (periphere Variante)

·        Unterschenkel (hinten und außen) sowie Fuß: Kontinuierliche Blockade des N. ischiadicus*

Auch die Nerven femoral is und ischias bzw. ischiad icus führen vegetative Fasern, so daß die erwünschte Sympathikolyse (= gefäßerweiternde und damit durchblutungssteigernde Wirkung) ebenfalls eintritt.
Als nächst höhere Therapiestufe bietet sich dann die kontinuierliche epidurale Blockade
(= rückenmarknahe Betäubung) mit Katheter* an.
Dieses chronische regionale Schmerzsyndrom erfordert eine längerfristige Blockadebehandlung (mindestens 3 bis 4 Wochen). 

Begleitend hat sich auch eine Infusionsserie mit Lidocain 2% ) (= ein mittellang wirkendes, örtliches Betäubungsmittel) als hilfreich erwiesen. Dabei werden unter Pulskontrolle (Monitor) in aufsteigender Dosierung jeweils 50, 100 u. 150 mg gelöst in 200 ml Kochsalz 0,9% mit Hilfe einer Infusionspumpe (z.B. Infusomat) innerhalb eine Stunde verabreicht, wobei sicherheitshalber ein Abstand von 24 Stunden zwischen den einzelnen Infusionen eingehalten werden sollte.

Man kann Lidocain auch serienmäßige mittels intraarterieller Injektionen (= Spritzen in eine Schlagader) in die A. femoralis (= Beinschlagader) oder A. brachialis (= Schlagader des Armes) verabreichen, so z.B. 2-3 mal täglich 1-1,5ml (= 20-30 mg) im Abstand von 8-12 Stunden über 10 Tage. Dabei gelangt das örtliche Betäubungsmittel in die sog. Endstrombahn und führt dort zu der gewünschten Gefäßerweiterung (Sympathi kolyse) bei gleichzeitiger Schmerzlinderung. Selbst wenn die Blutader nicht genau getroffen wird, tritt trotzdem eine gefäßerweiternde Wirkung ein, da um das Blutgefäß herum sympathische (= Teil des unwillkürliche Nervensystem betreffende) Nervenfasern verlaufen. So wird z.B. in der Neuraltherapie aus diesem Grunde bewußt um das Gefäß herum infiltriert.

Manche Autoren empfehlen sog. Sympathikusblockaden mit Guanethidin. Der Wirkstoff findet auch zur Behandlung eines Bluthochdrucks Verwendung. Der Wirkmechanismus beruht auf der Verminderung der Freisetzung des Botenstoffs Noradrenalin aus den Endigungen der Nervenzellen. Vorteil dieser intravenösen Sympathikusblockade (=  das Medikament wird in ein zum Herzen zurückführendes Gefäß eingespritzt, wobei aber z.B. der Arm vorübergehend abgestaut wird) ist, daß die Wirkung bis zu 72 Stunden anhalten kann. Nachteil ist das gegenüber den Nervenblockaden deutlich erhöhte Behandlungsrisiko und die dabei auftretenden Schmerzen.
Eine Wirksamkeit von peripheren
(= außerhalb von Rückenmark oder Gehirn) intravenösen Guanethidinblockaden ist in einer Metanalayse (= Zusammenfassung von Primär-Untersuchungen) allerdings nicht nachgewiesen.
Auch die deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation führt zur Behandlung Nervenblockaden mit Betäubungsmittel auf
(http://www.uni-duesseldorf.de/awmf/ll-na/036-006.htm).

4) Andere, zusätzliche Maßnahmen gegen ein chronisches, regionales Schmerzsyndrom:

·        Akupunktur (Schmerzakupunktur)  

·        Als physikalische Therapiemaßnahme eignet sich bei dieser Schmerzerkrankung die Ultraschallbehandlung (Thomalske 1991). 

·        Auch eine Magnetfeldtherapie (pulsierende Signaltherapie) kann sehr hilfreich sein, gleiches gilt für die Hochtontherapie.

·        Ganz wichtig sind beim Mor bus Sudec k therapiebegleitend intensive krankengymnastische Übungsbehandlungen (auch Lymph drainagen) und eine funktionelle Ergotherapie. Die krankengymnastische Übungsbehandlungen dürfen aber nicht schmerzhaft sein, weil sich sonst die Blutgefäße zusammenziehen und damit die lokale Stoffwechselstörung begünstigt wird. Optimal ist die Krankengymnastik, wenn durch die eben beschriebene Blockadebehandlung die Schmerz reizleitung weitgehend ausgeschaltet wird.

·        Hypnoide (= bewußtseinsverändernde) Verfahren wie autogenes Training oder progressive Relaxation nach Jakobson aber auch ein Schmerzbewältigungstraining sind eine sinnvolle Ergänzung der Gesamtstrategie.

Neuerdings führen wir im Bereich der unteren Extremitäten (= Beine) zusätzlich mit gutem Erfolg die SynOpsis Therapie durch. Die Unterschenkel des Pat. befinden sich dabei in einem mit Wasser gefüllten Gefäß. Über einen Computer werden der Flüssigkeit Schallwellen einer bestimmten Frequenz pulssynchron (= in Abhängigkeit vom Pulsschlag) zugeführt. Es handelt sich dabei um ein sog. syncardiales (= im gleichen Rhythmus) Gefäßtraining. Über eine Verbesserung der Durchblutung wird der lokal (= örtlich) gestörte Stoffwechsel optimiert. Mehr über diese Therapie erfahren Sie hier: www.1-avk.de (einfach anklicken).


Bei der sog. kontinuierlichen Blockade eines Ner ven mit Katheter wird vorübergehend (ca. 2-3 Wochen lang) ein dünner Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Ner ven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht “aufgeschnitten” werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das Lokalanästhetikum (= örtliches Betäubungsmittel) völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittels durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt, damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben, in manchen Fällen durch die gleichzeitige Hemmung der Schmerzreizleitung dadurch sogar erst möglich werden. Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Ner ven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung und damit Optimierung des lokalen (= örtlichen) Stoffwechsels (besonders wichtig beim bei einem chronischen, regionalen Schmerzsyndrom) resultiert.
Nach neueren Erkenntnissen vermag diese intensive Blockadetherapie das sog. Schmerzgedächtnis löschen.

Diese invasive (= in den Körper eindringende) Therapiemethode der speziellen Schmerztherapie setzt eine sehr gründliche fachärztliche Ausbildung voraus, weshalb sie nur in spezialisierten Einrichtungen angeboten werden kann. Insbesondere sind die kontinuierlichen Blockaden mittels eingepflanztem Katheter in Deutschland nur in ganz wenigen Schmerzzentren (Schmerzkliniken) durchführbar, so z.B. in Bad Mergen theim.

Da ein chronisches regionales Schmerzsyndrom zu einer Behinderung führen kann, ist bei berufstätigen Patienten für die Rehabilitation nicht die Rentenversicherung zuständig sondern die Krankenkasse, auch haben alle gesetzlich Krankenversicherte mittlerweile Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und die Patienten dürfen sich ihre REHA-Klink sogar selbst aussuchen (nur zugelassene Einrichtungen wie  z.B. unsere). Weiter Einzelheiten erfahren Sie hier (einfach anklicken), oder auch der Orginalseite der Bundesregierung: http://www.die-gesundheitsreform.de/gesundheitssystem/themen_az/infoblaetter/rehabilitation/index.html?param=st

Wenn Sie ein ernstes Schmerzproblem haben, können wir Sie werktäglich, am besten zwischen 11 und 12 Uhr, auch mit einem erfahrenen Arzt verbinden.

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Aktualisiert: >09.07.2007</> kusb
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K
Kalkaneodynie, Kalkschulter (www.kalkschulter.net), Kapsulitis, Kephalgie (http://www.kephalgie.eu), Kiefergelenkarthrose, Kausalgie (http://www.kausalgie.eu), Kieferentzündung, Kiefergelenkarthritis, Kiefergelenkdysfunktion, Kniearthritis, Kniearthrose, Knieentzündung, Kniegelenkarthrose, Kniegelenksarthrose, Kniegelenksarthritis, Kniegelenksentzündung, Kniegelenksschmerzen, Kniegelenkschmerz, Koccygodynie, Kokzygodynie, Kolitis, Kolitis ulcerosa, Kolon irritabile, Kombinationskopfschmerz, Knochenabbau (http://www.knochenabbau.eu), Knochenentzündungen, Knochenmarksentzündung (www.knochenmarksentzuendung.de), Knochenschwund (http://www.knochenschwund.co.uk), Kubitaltunnelsyndrom, Kyphoskoliose (www.kophoskoliose.de),
L Läuferknie, Leistenschmerz, Lumbalgie (www.lumbalgie.de), Lumbalsyndrom, (www.lumbalsyndrom.de), Lumboischialgie (http://www.lumboischialgie.org), Lunatummalazie (www.lunatummalazie.com), Lyme-Borreliose (www.lyme-borreliose.net), Lymphödem, Lymphödeme, Lymphstauung (www.lymphstauung.de)  
M
Magenschleimhautentzündung, Mastodynie, Medianuskompressionssyndrom, Metatarsalgie, Migräne (1),  Migräne (2), Mondbeinnekrose, Monarthritis (www.monarthritis.de), Morton Neuralgie, Multiple Sklerose, Myalgie  (www.myalgie.org), Myarthropathie, myofaziales Schmerzsyndrom,
N
Nackenschmerzen (www.nackenschmerzen.org), Nasennebenhoehlenentzuendung (http://www.nasennebenhoehlenentzuendung.eu), Nasoziliarneuralgie, Nasoziliaris-Neuralgie, Nebenhöhlenentzündungen, Nervenentzündung, Nervenschmerzen (http://www.nervenschmerzen.eu), Neuralgie (1), Neuralgie (2), Neuralgie nach Zoster (www.zoster-neuralgie.de), Neuritis (www.neuritis.de), Nierenschmerz,
O Occipitalneuralgie, Offene Beine, offenes Bein, Ohrgeräusche, Okzipitalsyndrom, Okzipitalis-Neuralgie, Olisthese, Omalgie, Omarthritis (http://www.omarthritis.eu), Omarthrose (http://www.omarthrose.eu), orofaziale Dysfunktion, Osteitis
pubis (www.osteitis-pubis.de), Osteoarthrose, Osteochondrose, Osteomyelitis (1), Osteomyelitis (www.osteo-myelitis.de) (2), Osteochondrosen, Osteochondrosis, Osteoperiostitis, Osteoporose (www.osteoporose-1.de) (1), Osteoporose (http://www.osteoporose.tv) (2), Ostitis (www.ostitis.com), Otitis interna
P Pankolitis (www.pancolitis.de), Pansinusitis (www.pansinusitis.de), Paraparese, Paraplegia, Paraplegieparoxysmale HemikraniePatellaspitzensyndrom, Pelvipathie (www.pelvipathie.de), Periarthritis, Periarthritis humeroscapularis (http://www.periarthritis-humeroscapularis.eu), Periarthropathia humeroscapularis, Periarthropathie, Periostitis calcanei, periphere arterielle Durchblutungsstörungenperiphere arterielle Durchblutungsstörung, Phantomschmerz, Phantomschmerzen, Plantarer Fersensporn, Plantarfasziitis, Plexusneuritis, Polymyalgia, Polyradikuloneuritis, Poplitea-Kompressionssyndrom (www.poplitea-kompressionssyndrom.de), Postherpetische Neuralgie (www.postherpetische-neuralgie.de),
Postenteritische Arthritis, Posttraumatische Arthrose, Posttraumatische Kopfschmerzen, Postzosterneuralgie (www.postzosterneuralgie.org), Postzosterische Neuralgie (www.postzosterische-neuralgie.com), Proktodynie, Prosopalgie, pseudoradikuläre Syndrome, psoriatische Arthritis, Psoarisspondarthritis, Pudendus-Neuralgie (http://www.pudendus-neuralgie.de)
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Quadrantensyndrom (http://www.quadrantensyndrom.de), Querschnittlähmung, Querschnittläsion (www.querschnittlaesion.de), Querschnittsläsion, Querschnittssyndrom
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Raucherbein (www.raucherbein.net), Radiculitis, Radikuläre Syndrome, Radikulopathien, Raucherbein (www.raucherbein.org),
Reizdarm (www.darmschmerzen.de/reizdarm), Reizkolon, Rektumresektion (www.rektumresektion.de), Restless legs, rheumatische Schmerzen, Rheumatoidarthritis (www.rheumatoidarthritis.de), Riesenzellen-Arteriitis, Rippenschmerz, Rotatorenmanschettenruptur,
Rückenschmerz (www.rueckenschmerz-info.de), Rückenschmerzen (www.rueckenschmerzen.li), Ruhelose Beine (http://www.ruhelose-beine.eu), Rundrücken (www.xn--rundrcken-u9a.de), Rückenschmerz (link: www.xn--rckenschmerz-dlb.at)
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T Tendinose, Tendinitis calcarea, Tendopathie, Tendinosis calcarea, Tendomyopathie, Tendovaginitis (www.tendovaginitis.de), Tenosynovitis, Tennisarm (www.tennisarm.biz), Tennisellenbogen (www.periarthritis.de/tennisellenbogen), Thorakalsyndrom, Thoraxschmerz, Thrombangiitis, Tinnitus (www.tin-nitus.de), Toxische Trigeminusschmerz, Trigeminus-Neuralgie (www.trigeminus-neuralgie.de),
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U Überlastungssyndrome, Ulcera cruris (www.ulcera-cruris.de), Ulcus cruris, Ulkus cruris
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aktualisiert: >29.12.2006</> http://www.chronisches-regionales-schmerzsyndrom.de   <strong>chronisches regionales Schmerzsyndrom</strong>

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